
Es fühlt sich für mich wie ein seltenes Privileg an: Von Großmeistern der Fotografie wie Ludwig
Leonhardt aus München – und nun auch Hans Hansen aus Hamburg – nach deren legendären
Schaffenszeiten einen „Staffelstab“ überreicht zu bekommen. Nicht irgendeinen, sondern einen
aus Licht: aus über Jahre perfektioniertem Equipment, Lichtformern und teilweise eigens für sie
gebauten Lichtsystemen, die ihre Handschrift getragen haben.
Für mich ist es eine besondere, fast ehrfürchtige Aufgabe, daraus neue Wege zu entwickeln. Dieses
Licht weiterzuführen, aber nicht zu kopieren. Es zu interpretieren, es in eine eigene Bildsprache zu
übersetzen. „Es ist wie eine neue Sprache lernen“ – das war einer meiner ersten Gedanken.
Die erste Herausforderung 2026 ließ nicht lange auf sich warten: Gemeinsam mit der weltberühmten
Glasmanufaktur ZWIESEL durfte ich dieses Erbe in die Praxis bringen. Im Sinne unserer jährlichen
„LIGHT PARING Days“ wollten wir einen besonderen Aspekt dieser Glaskunst sichtbar machen.
Ich entschied mich für eine Umsetzung, die Grafik, Wirkung und Funktion ästhetisch vereint.
Nach ersten Tests wurde aus der Idee ein Plan – und aus dem Plan eine Bildwelt. An zwei
intensiven, großartigen Tagen in unserem Studio haben wir genau diese Welt erschaffen.